Musik zum Michaelisfest

Paul Hindemith: Das Marienleben, op. 27 

29. September 2026

·

19.30 Uhr

Julia Obert, Sopran 
Aurelia Georgiou, Klavier 

Anlässlich des Jubiläums zum 100. Todestages Rainer Maria Rilkes erklingt zum Michaelisfest einer der bedeutendsten Liederzyklen des 20. Jahrhunderts. Die 15 Lieder führen von der Geburt Marias über Verkündigung, Geburt und Passion bis zu ihrem Tod und verbinden dabei biblische Überlieferung mit Rilkes eigenständiger poetischer Deutung der Gottesmutter. 

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Rilke schrieb seinen Gedichtzyklus 1912 während seines Aufenthalts auf Schloss Duino. Die Texte zeichnen Maria nicht allein als religiöse Gestalt, sondern als Menschen, dessen Leben von Freude, Schmerz, Verlust und Transzendenzerfahrung geprägt ist. Hindemith vertonte die Gedichte zunächst 1922/23. Rund 25 Jahre später überarbeitete er den gesamten Zyklus grundlegend und legte 1948 eine Neufassung vor, die stilistisch geschlossener und von einer stärker distanzierten, zugleich spirituell geprägten Tonsprache bestimmt ist. Im Konzert erklingt die Neufassung von 1948. Gestaltet wird der Zyklus von der Sopranistin Julia Obert und der Pianistin Aurelia Georgiou.

Julia Obert ist als Opern-, Konzert- und Liedsängerin tätig und war unter anderem mehrfach an der Oper Frankfurt sowie im Festspielhaus Baden-Baden zu erleben. 2021 gehörte sie zu den Finalistinnen des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD; seit 2024 unterrichtet sie zudem als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. 

Aurelia Georgiou ist als freischaffende Pianistin und Musikvermittlerin tätig. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet das Kunstlied und die Zusammenarbeit mit Sänger:innen. Sie studierte Klavier an der Hochschule für Musik Karlsruhe und Musikvermittlung/Musikmanagement an der Hochschule für Musik Detmold und arbeitet neben ihrer Konzerttätigkeit auch mit zeitgenössischen Komponisten und in musiktheatralischen Projekten. 

Eintritt frei, Kollekte am Ausgang.

Foto: privat